Tagesfahrt zum MKM Museum Küppersmühle am 21. März 2026

Wir freuen uns sehr, zu einer außergewöhnlichen Tagesfahrt für unsere Mitglieder und Interessierte einladen zu können.

Am Samstag, den 21. März 2026 wollen wir nach Duisburg fahren, um dort das MKM Museum Küppersmühle und den U-Bahnhof König-Heinrich-Platz mit der Wandinstallation des damaligen Künstler-Paars Isa Genzken und Gerhard Richter aufzusuchen.

Michael Stockhausen, der Leiter der Museen der Stadt Soest sowie der Vorstand des Fördervereins begleiten die Reise. Für die Anreise können einige Mitfahrgelegenheiten bereitgestellt werden, denn die Anreise erfolgt eigenständig, Fahrgemeinschaften sind ausdrücklich erhofft und werden von uns koordiniert.

Programm

9:30 Uhr
Abfahrt vom Parkplatz an der Stadthalle in Soest

ca. 11:00 Uhr
Eintreffen am MKM Museum Küppersmühle

11:15 – 12:15 Uhr
Führung durch die Ausstellung „Gerhard Hoehme – enträtsel nicht die Orte“*

Gerhard Hoehme (1920-1989) zählt zu den richtungsweisenden Künstlern der Abstraktion und des Informel in Europa. Er hat ein facettenreiches, experimentelles Werk an der Schwelle zwischen Malerei und Objekt geschaffen. Seine frühen Bilder sind tachistisch-lyrisch, und ab 1957 begann er, das konventionelle Bildformat zu verlassen und verschiedene plastisch-malerische Erscheinungsformen von Farbe zu erproben. Nach Schrift- und Strukturbildern entstanden ab 1965 Raumobjekte und -installationen mit Schnüren und Schläuchen aus Kunststoff. Die aus dem Bild herausführende Schnur wird zu einem essenziellen Ausdrucksmittel. Hoehme sah seine Werke als Energiefelder, die unmittelbare Verbindungen zwischen Raum und Betrachter herstellen. Seine poetischen, assoziativen Bildtitel steigern die Vielschichtigkeit seiner Arbeiten und verweisen auf den intensiven Austausch mit Literatur und Musik.

12:30 – 14:15 Uhr
Mittagspause | Gastronomie ist fußläufig am Innenhafen vorhanden

14:15 – 15:15 Uhr
Führung durch die Sammlung Ströher im MKM Museum Küppersmühle

Auf gut 5.000qm sind im MKM Highlights aus der Sammlung Ströher zu sehen, einer der wichtigsten und umfangreichsten Sammlungen deutscher Kunst nach 1945. Der Fokus liegt auf der Malerei. Die Sammlung umfasst zentrale Positionen der Kunstentwicklung in Deutschland, von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.

ca. 15:45 Uhr
Fahrt zum U-Bahnhof König-Heinrich-Platz

Die Gestaltung der U-Bahn-Station „König-Heinrich-Platz“ ist eine Gemeinschaftsarbeit des damaligen Künstler-Paars Isa Genzken und Gerhard Richter. Ihre Arbeit umfasst als Gesamtinstallation Wände, Decken, Stützen und Rolltreppen der Anlage. Bereits 1980 hatte Gerhard Richter eine Anfrage aus Duisburg zur umfassenden künstlerischen Gestaltung eines neuen U-Bahnhofs erreicht. Richter zog Isa Genzken hinzu; zwischen 1988 und 1992 konnte ihr Entwurf ausgeführt werden.
Über eine Rolltreppe erreicht man zunächst die geräumige Eingangshalle. Die Künstler wählten geprägten, mattspiegelnden Edelstahl für Decken und Wände. Eine der Wände wurde in Rechtecke unterteilt, auf denen Texte in weißer Druckschrift auf farbigem Grund über stadtgeschichtliche Fakten informieren.

ca. 17:00 Uhr
Rückfahrt nach Soest

Für den Besuch des MKM Museum Küppersmühle mit der Ausstellung von Gerhard Hoehme sowie der Sammlung Ströher einschließlich der Führungen betragen die Kosten pro Person 25,- €.

Bitte melden Sie sich über das Formular auf dieser Webseite an:

www.fmwm.de/kunstreise

Wir freuen uns auf einen spannenden, kunst- und genussreichen Tag!

Foto: HP Schaefer

Wilhelm Morgner – Jagd

Der Förderverein des Museum Wilhelm Morgner e. V. hat die Zeichnung “Jagd” von Wilhelm Morgner als großzügiges Geschenk erhalten. Die Federzeichnung stammt aus dem Jahr 1913 und ist ca. 23 × 30 cm groß. Auf der Rückseite der Zeichnung befindet sich eine Federskizze sowie der Nachlassstempel mit der handschriftlich angebrachten roten Nummer “1046”, die Georg Tappert, der Lehrer und Mentor von Wilhelm Morgner, 1920 bei der Inventarisierung der Morgner Arbeiten vergeben hat. Die Betitelung der Zeichnung stammt auch von Georg Tappert.

Die Zeichnung „Jagd“ von Wilhelm Morgner wird der Förderverein des Museum Wilhelm Morgner e. V. neu rahmen und anschließend dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen.

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Rückseite „Jagd“ von Wilhelm Morgner | Foto: Thomas Drebusch
„Jagd“ von Wilhelm Morgner | Foto: Thomas Drebusch

Mona Pourebrahim – “Day is done”

Am 31.8.2025 wurde die Ausstellung zum diesjährigen Wilhelm-Morgner-Preis mit zehn internationalen Künstlern eröffnet. Die Preisträgerin oder der Preisträger wird am 2. November bekannt gegeben.

Die Mitglieder des Vorstandes des Fördervereins des Museum Wilhelm Morgner waren bei der Eröffnung der Ausstellung anwesend und von den Arbeiten der Iranischen Künstlerin Mona Pourebrahim spontan so begeistert, dass mit der Künstlerin vereinbart wurde, das Gemälde “Day is done”, Öl auf Leinwand, 63 × 50 cm aus dem Jahr 2024 anzukaufen und nach der Ausstellung dem Museum Wilhelm Morgner als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen.

Mona Pourebrahim wurde 1985 im Iran geboren und hat an den Kunsthochschulen in Teheran, Münster und Dresden studiert, sie lebt und arbeitet in Berlin.

„Day is done“ von Mona Pourebrahimt | Foto: Thomas Drebusch

Max Schulze-Sölde – “Winter auf der Haar”

Der Förderverein des Museum Wilhelm Morgner e. V. hat das Gemälde “Winter auf der Haar” von Max Schulze-Sölde aus dem Jahr 1944 angekauft, um es dem Museum Wilhelm Morgner als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen. Schulze-Sölde wurde 1887 in Dortmund geboren und starb 1967 in Theiningsen am Möhnesee. Er passte sich den jeweiligen Malstilen der Zeit an und malte expressionistisch, dann im Stil des Kubismus und des Futurismus und kam über die Neue Sachlichkeit zur naturalistischen Landschaftsmalerei.

„Winter auf der Haar“ von Max Schulze-Sölde | Foto: Thomas Drebusch

Max Slevogt – Radierung “Annagelung”

Im April 1954 kaufte die Stadt Soest die Grafik „Annagelung“ (Aufrichtung des Kreuzes) von Max Slevogt (1868–1932) aus der Galerie Wolfgang Gurlitt (Cousin von Hildebrand Gurlitt) für 120,- DM an. Die Grafik ist das Blatt 7 der Mappe „Eine Passion“ (13 Kaltnadelradierungen) aus dem Jahr 1923, erschienen bei Bruno Cassierer 1924. Die Grafik ist in Soest verschollen.

Der Förderverein des Museum Wilhelm Morgner e. V. hat die Grafik von Max Slevogt nunmehr angekauft, um sie dem Museum Wilhelm Morgner als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen.

„Annagelung“ von Max Slevogt | Foto: Thomas Drebusch

Wilhelm Morgner – Mann in Wirrnis

Der Förderverein des Museum Wilhelm Morgner e. V. hat die Zeichnung “Mann in Wirrnis” von Wilhelm Morgner angekauft. Die Kohlezeichnung stammt aus dem Jahr 1913 und ist ca. 23 × 29 cm groß. Auf der Rückseite der Zeichnung befindet sich eine Federskizze sowie der Nachlassstempel mit der handschriftlich angebrachten roten Nummer “1039”, die Georg Tappert, der Lehrer und Mentor von Wilhelm Morgner, 1920 bei der Inventarisierung der Morgner Arbeiten vergeben hat. Die Betitelung der Zeichnung stammt auch von Georg Tappert, der an dieser Stelle wohl etwas ungenau gearbeitet hat, denn die Zeichnung mit der Nummer 1042 trägt bei Tappert auch den Titel “Mann in Wirrnis”. Der Titel “Familie” würde zur Zeinung mit der Nummer 1039 wohl besser passen. Allerdings sollte für die kunstgeschichtliche Forschung der originale Tappert-Titel beibehalten werden.

Die Zeichnung „Mann in Wirrnis“ von Wilhelm Morgner hat der Förderverein des Museum Wilhelm Morgner e. V. nach dem Ankauf und der neuen Rahmung dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

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Rückseite „Mann in Wirrnis“ von Wilhelm Morgner | Foto: Thomas Drebusch
„Mann in Wirrnis“ von Wilhelm Morgner | Foto: Thomas Drebusch

Ann Aspinwall – Zwischen den Linien

„Zwischen den Linien“ ist bei Ann Aspinwall Programm ihres künstlerischen Schaffens. Zwischen den Linien entstehen neue Räume, eben Zwischenräume, die nur durch die benachbarten Elemente existieren können. Der Titel geht auch auf die englische Redewendung „Read between the lines“ zurück, hierbei geht es um eine verborgene Bedeutung in einem Text oder einer Aussage, die über das hinausgeht, was explizit geschrieben oder gesprochen wird, also durch Interpretation entsteht. Die Bildmotive sowie die Farbgebung der großformatigen Druckgrafiken von Ann Aspinwall sind durch Landschaftseindrücke gekennzeichnet und entwickeln eine scheinbare Bewegung, im Wechselspiel der verwendeten Farben entwickelt sich eine eigenständige Dynamik.

Der Förderverein des Museums Wilhelm Morgner e. V. hat aus der Ausstellung in Soest die große Serigrafie “Helios” angekauft und sie dem Museum Wilhelm Morgner als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Sie wird im Morgner-Saal auf der Empore präsentiert.

„Helios“ Serigrafie von Ann Aspinwall | Foto: Thomas Drebusch

Willkommen Arnold!

Es ist geschafft! Der Fördervereien Museum Wilhelm Morgner e. V. konnte das Bild “ROT UND BLAU” von Arnold Topp ankaufen. Anlässlich der Übergabe des Bildes als Dauerleihgabe an das Museum Wilhelm Morgner zeigte der Förderverein eine Auswahl aus den Ankäufen der vergangenen Jahre. Die Übergabe des Bildes wurde vor dem Museum mit Würstchen vom Grill und Krautsalat gefeiert.

Wir bedanken uns herzlichst bei allen privaten und institutionellen Spendern, die die Anschaffung des Bildes von Arnold Topp ermöglicht haben.

„O. T. ROT UND BLAU“ von Arnold Topp | Foto: Thomas Drebusch

Kunst für Kunst | Teil II

Dem Förderverein Museum Wilhelm Morgner e. V. wurde eine Sammlung von 70 Druckgrafiken verschiedener Künstlern zur Verfügung gestellt, damit diese verkauft werden können. Der Erlös soll dem Förderverein zu Gute kommen, so dass weitere Kunstwerke angekauft werden können, die dem Museum Wilhelm Morgner dann als Dauerleihgaben übergeben werden sollen. Am 25. November 2023 wurden im Museum Wilhelm Morgner die Grafiken meistbietend versteigert. Einige Grafiken fanden bei der Versteigerung keinen neuen Besitzer und können nunmehr zu einem gerigen Festpreis erworben werden. Die Grafiken sind in dem Katalog, der zum Download bereit steht, aufgeführt. Bei Interesse bitte per E-Mail an mail@fmwm.de oder Telefon 02921 35880 melden.

Der gesamte Erlös aus der Versteigerung soll für den Ankauf des Gemäldes “O. T. ROT UND BLAU” von Arnold Topp verwendet werden.

Herman Hebler | Siebdruck | 1970

Katalog zum Nachverkauf "Kunst für Kunst"

fmwm_kunst_fuer_kunst_nv.pdf (729 kB)

ROT UND BLAU ins Museum

In einem Auktionshaus in München wurde kürzlich das Gemälde „O. T. ROT UND BLAU” (Öl auf Malkarton, 82 × 67,5 cm, 1918) von Arnold Topp angeboten. Arnold Topp wurde 1887 in Soest geboren und studierte ab 1909 in Düsseldorf an der Kunstschule in Düsseldorf, um Zeichenlehrer zu werden. Er war mit Wilhelm Morgner, Eberhard Viegener und Wilhelm Wulff bekannt. Nach dem 1. Weltkrieg gehörte er zu den wichtigsten Künstlern der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden. Arnold Topp lebte und arbeitete zunächst in Brandenburg und später in Westpreußen. Im Januar 1945 wurde er zum „Volkssturm“ einberufen und galt ab März 1945 als verschollen. 1961 wurde er vom Amtsgericht Soest für tot erklärt. Ein Großteil seines Werkes gilt als verschollen, da seine Frau die Werke Arnold Topps bei ihrer Flucht im Frühjahr 1945 in Westpreußen zurücklassen musste. In der Kunstsammlung des Museums Wilhelm Morgner befinden sich zwar zwei Zeichnungen und zwei Druckgrafiken dieses bedeutenden expressionistischen/kubistischen Künstlers, aber kein Gemälde. Für das Museum Wilhelm Morgner wäre das Bild „O. T. ROT UND BLAU“ von Arnold Topp eine echte Bereicherung.

Nach einigen Vorgesprächen hat sich ein Unterstützer unseres Vereins, der nicht genannt werden möchte, dazu bereiterklärt, dieses Bild zum Preis von 52.800,- € zu erwerben und dem Förderverein Museum Wilhelm Morgner e. V. eine Kaufoption zu seinem Kaufpreis einzuräumen. Das ist für unseren Verein eine einmalige Chance, ein hervorragendes Kunstwerk eines bedeutenden Künstlers außerhalb einer Versteigerung zu erwerben. Selbstverständlich können wir eine solche Kaufsumme nicht aus den Mitgliedsbeiträgen aufbringen. Daher sind wir auf Spenden von Vereinsmitgliedern, Bürgerinnen und Bürger von Soest sowie von Institutionen und Firmen angewiesen. Die überaus positiven Erfahrungen aus dem Jahr 2021 mit dem beabsichtigten Kauf des Bildes „Der blaue Junge mit der Sense“ von Wilhelm Morgner stimmen uns optimistisch, dass wir diese Summe aufbringen können.

Das Bild „O. T. ROT UND BLAU“ von Arnold Topp ist Dank des Entgegenkommens unseres Unterstützers schon jetzt als Leihgabe im Museum Wilhelm Morgner und kann dort im Morgner-Saal angeschaut werden.

Wenn Sie sich mit einer Spende an dem Ankauf des Gemäldes „O. T. – ROT UND BLAU“ von Arnold Topp durch den Förderverein Museum Wilhelm Morgner e. V. beteiligen möchten, bitten wir Sie, den Betrag auf unser Spendenkonto zu überweisen:

IBAN DE23 4145 0075 0000 0969 74
Sparkasse Hellweg-Lippe BIC WELADED1SOS

Selbstverständlich erhält jeder Spender bei Nennung des Namens und der Anschrift ab einem Betrag von 200,- € eine entsprechende Spendenbescheinigung. Spenden unter einem Betrag von 200,- € können durch Einreichung des Überweisungsbelegs steuerlich geltend gemacht werden.

Jede Spende zählt – dann bleibt ROT UND Blau von Arnold Topp im Museum Wilhelm Morgner.

„O. T. ROT UND BLAU“ von Arnold Topp | Foto: Thomas Drebusch

Bürgerschaftliches Engagement für das Museum Wilhelm Morgner

2018 gelang es dem Förderverein Museum Wilhelm Morgner e. V. erstmals ein Bild zu erwerben, um es dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen. Seitdem hat der Förderverein seine Bemühungen, die Lücken in der Kunstsammlung des Museums Wilhelm Morgner zu füllen, stetig intensiviert. In den vergangenen fünf Jahren ist die Sammlung des Vereins durch Ankäufe und Schenkungen seitens Dritter auf 77 Arbeiten angewachsen. Hierbei handelt es sich um Werke von Künstlern, die eine Verbindung zu Soest haben, also in dieser Stadt gewirkt oder ausgestellt haben.

» Liste der Erwerbungen und Schenkungen

Der Förderverein Museum Wilhelm Morgner e. V. wird auch in Zukunft interessante Kunstwerke, die als Dauerleihgaben die Kunstsammlung des Museums Wilhelm Morgner ergänzen können, aufspüren und versuchen, diese zu erwerben. Insbesondere ist der Förderverein darum bemüht, weitere Bilder von Wilhelm Morgner zu erwerben. Interessierte Besitzer von originalen Gemälden oder Zeichnungen von Wiljhelm Morgner können gerne mit dem Förderverein Kontakt aufnehmen, insofern sie eine solche Arbeit außerhalb des Kunsthandels oder der Auktionshäuser verkaufen möchten.

Wilhelm Morgner | Tierdresseur | Holzschnitt | 1912 | erworben 2021
Förderverein Museum Wilhelm Morgner